Mittwoch, 13. Dezember 2006

schöne neue welt

So, lange nicht mehr online geschrieben, dafür hat sich gestern mein kleines schwarzes über nen Eintrag gefreut. Davon werde ich mich wohl nie trennen können, ist einfach zu einfach. Stift raus, Seite aufschlagen, los geht´s - nix mit, hochfahren, anmelden, Internetverbindung ned existent, da der Router bockig ist. Egal, beides hat seine Vorzüge, die ich gerade müßig zu erörtern bin, obwohl, gleich, nur ein wenig.

Wichtiger ist mir eine Wohnung bis Ende März 07 (möbliert) mein eigen zu nennen, habe ich per Zufall über nen Kollegen bekommen. Billig ist das Teil auch noch, mein Vermieter ein B-Prominenter, aber wenn interessiert das eigentlich, egal, Hauptsache: billig, zentral, ruhig und alleine. Der letzte Punkt ist für mich der interessanteste, den genieße ich sehr. Schnell mal die Türe zu machen, aus, ruhe, nix mehr mit: "wer hat da sein Geschirr ned abgewaschen?", "Scheiße, welcher Arsch hat mein letztes Nussini gegessen?“Maaaah, Fritz, du stinkst heute wie S..." "Wolfi, nein, ich will ned wieder deinen Anus sehen, vor allem ned, wenn ich gleich schlafen geh, pfui.“ Na ja, eigentlich waren mir die zwei letzten Sachen eher egal, denn meine zwei Lieblingsmitbewohner haben mir ordentliche Lacher gebracht und nebenbei war immer ein gutes Gespräch mit ihnen zu führen. Nein, dabei ging es nicht um Fäkalien, des Weiteren sind wir auch ned analfixiert, zumindest ich nicht. Nach den zwei Herren wohnte ich immer nur mit einer Person zusammen, in Berlin. Dabei war ein richtiges Ferkel. Der gute hatte ne komische Auffassung von seiner Umgebung. Das erklärt sich einfach durch folgende Tatsache: Sein Zimmer bestand aus abgefuckten Wänden inkl. Teppichboden, den er selber verlegte, wohlgemerkt ohne ihn anzukleben, garniert mit einer Matratze am Boden, die eher mehr einer Ansammlung von Dreck glich als einer Schlafunterlage, abgerundet mit nem kleinen Fernseher und ner Stereoanlage. Alle meine Besucher, die - falls die Türe offen stand - ins Zimmer sahen, äußerten sich besorgt bezüglich der Sauberkeit. Doch die eigentliche Krönung bestand darin, dass vor seinem Zimmer sich die Champusflaschen fast schon stapelten, kein Scheiß. Mir Nüsse verständlich, aber anscheinend wollte er wenigstens mit den Getränken seinen weiblichen Eroberungen imponieren. wuah, man kann sich vorstellen, wie erstaunt ich war, als ich nach Hause kam und Lars im Bad beim putzen sah. Vor allem im Bad, das war sowieso - zumindest für ihn, bis dahin - ein "Larsputzthierniemals"-Bereich.

Moi:"Lars, wieso putzt du?" (ganz Rotkäppchen)

Lars: "Die eine Alte mit der ich gerade vögle hat gemeint, dass sie nie mehr herkommt, wenn ich nicht endlich mal anfange mein Zimmer etc. zu putzen."

Moi: "Herrlich, willst sie vielleicht heiraten?" (ok, die Antwort von mir lautete anders.)

Wurscht, ich schweife ab, derzeit passt mir meine neue Umgebung wunderbarst, die Wohnung hat so an die 50-60 m² ist mit Stereoanlage, Internet, Fernseher und Badewanne ausgestattet, kein Dreck. Nebenbei mach ich nen Studentenjob, Weihnachten ist auch bald und letzten Donnerstag bin ich bei nem Mädel ordentlich nervös geworden, hui, aber so richtig. Die Dame hat was, vor allem - und ich hasse mich dafür, weil das so langweilig nach Hollywood klingt - hat sie mal ihr Haar geschüttelt und ich habe das von der Weite gesehen. Puh, ich musste meinen Blick gleich abwenden, zu schön, vor allem hätte ich nur deppat hingestarrt und sie muss ja nicht meinen, dass sie interessant ist, hehe. Ehrlich, die Situation, die Herr Salinger in "Der Fänger im Roggen" beschrieben hat (siehe weiter unten), trifft es genau.

Ihren Namen weiß ich, kenne sie über 5 ecken, geredet habe ich mit ihr nicht, typisch flo, hoffentlich sehe ich sie wieder.

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