Sonntag, 11. November 2007

Lebenslauf suchen und Gedanken entdecken

Eigentlich wollte ich meinen Lebenslauf versenden, gefunden habe ich dann Gedankenfetzen aus dem Monat März. Ist heute so etwas wie mein Protest gegen den ersten Schneefall.


März, 2007:

"Sonntagnachmittag auf den Stufen neben dem Mumok sitzen, Sonneschein im Gesicht zu spüren, gierig in einen saftigen Apfel beißen um zu hören wie sich eine Dame über einen Zitat: „amerikanischen Vollidioten“ aufregt. Die Wetteraussichten versprechen eine Kältefront, einen Wintereinbruch, sprich Rückfall in die Depression, wenn ich genügend Geld hätte, wäre mir das ja sehr egal, da Möglichkeiten. Dieses temporäre Klima kotzt mich an, ähnlich wie die Tatsache ab Ende März ohne Job zu sein, also ohne Einkommen, eher heftiger. Klima gepaart mit Existenzängsten ergibt Winterstimmung. Vormittags für das Gewissen Jobs online gesucht, später Hr. Yves Klein missbraucht um auf andere Gedanken zu kommen und neue Ideen zu inhalieren. Inhalieren – in anderer Form - ist die Lieblingsbeschäftigung meiner neuen Mitbewohnerin, die prinzipiell abends Dinge von süßem Duft genießt. Langsam werde ich zum Spießer, das Zeug stinkt und sie hat zu lüften, vor allem nicht so förderlich wenn ich gerade frisch Gewaschenes im Wohnzimmer aufhänge. Ehrlich, meine Nase ist empfindlich, der schlimmste Geruch – in diesem Moment stapft ein Mädl mit grünem Haar, überdimensionaler pinker Sonnenbrille und diesen, von knallroten Lippenstift, der nach Menstruationsblut schreit, gezeichneten Lippen in Begleitung ihrer Mutter vorbei. Dabei regt sie sich über Alzheimer geschädigte Leute auf, ach ja, arme Mutter. Doch der Geruch, der „Ichzuckegleichausundduekelstmichan“ resultiert aus einer Creme die Haut regenerieren soll. Ha, schöne Haut, aber Du stinkst. Schön anzusehen, aber nicht lange auszuhalten. Komisch, erinnert mich an so manche Menschen, die sich ansonsten gerne über Luxusartikel und das andere Geschlecht in Umgebung von Cosmopolitans und Vodka Bull unterhalten. Ups, schubladisieren ist politiksch inkorrekt. Es ist auch politisch inkorrekt Chiquita Bananen zu fressen (Stichwort: Rebellenfinanzierung in Kolumbien), auch Fair Trade, denn hey, der Transportweg ist ned wirklich von Gumpersdorf in den Hausverstand ums Eck. Natürlich kaufen wir trotzdem Fair Trade Bananen, hören die richtige Musik und wählen links bis Mitte. Oranger oder blauer Wähler wird hier wohl keiner sein, außer er hat das Rotlicht der Bühne falsch interpretiert. Sobald mehr Sonnenschein im Museumsquartier ist, bevölkert es sich und ein paar Mitesser sind immer dabei. Für mich sind das diese Fotografen mit ihren Teleobjektiven, wie Mitesser, die vor dem Spiegel, bei genauerem Hinsehen präsent sind. Ok, manche sind offensichtlich, die kann mensch auch behandeln. Entweder ausdrücken- also Konfrontation oder akzeptieren.– ha, 4x junge Kerle im „PostModBritpopGallagehermit Dohertygemischt“-Stil geben sich die Ehre, die so langweilig reden wie sie aussehen, alles Kopien.

Am Sonntag ist manchmal Konfrontation, weil es mich bei dieser Ausstellung nicht nur peripher tangierte, dass so viele Paare bei einem Museumsbesuch schmusen müssen. Wenn schon Nichtraucherzonen, dann auch Nichtschmuserzonen. Mit kleinen Abstrichen, mensch darf so ein- bis zweimal Zungenakrobatik aufführen, ein kurzer lippenkuss ist bis zu 3x möglich und alles darüber wird mit Arschkarte sprich Platzverweis geahndet. Noch lieber wäre mir, dass die Leutchens ansonsten zu wildfremden Menschen gehen und beichten. Abhängig ist das Ganze natürlich auch von der Größe des Raumes - 75m² . Falls kleine Feier und Dauerschmuser, das Paar sofort nach Hause schicken od. abwaschen od. bei gutem Aussehen dürfen sie sich beim GV filmen lassen und müssen Kopien an Fremde verteilen, obwohl, das lassen wir dann mal lieber. Nein, ich rege mich nicht immer über das Alleine sein auf, nur heute, ein wenig. Ehrlich gesagt habe ich mich beim Valentinstag für alle gefreut, ganz ernsthaft. Mensch muss nur einen Tag keine Medien nutzen und in glückliche Gesichter auf der Straße blicken. Wenn unausgeschlafen, dann grantig, dann wenig Freude für andere. Dann ist es besser sich auszukotzen, aber daheim geht das so schlecht, da verfällt man eher in Lethargie und Depression. Darum raus und sich den Frühlingsgefühlen hingeben, also, so wie heute, dann halt auch noch sudern. Gut, die Woche war auch keine optimale Sache, da darf ich das auch mal. Allerdings ist zuviel nur destruktiv, nicht ziel führend.. Die Absage als Trainer, obwohl ich ne Zusage des Chefs hatte, wurmt mich gewaltig, da jetzt doch wieder Suchen, ach, so schlimm ist es eh nicht, durch Österreich tingeln und unmotivierte Leute zu animieren, hmm, naaa. Ein paar leute meinten: hey super, da bist ja dann der volle Frauenchecker, da geht einiges.. Moi: Bitte? Kumpels: klar, Skilehrer war gestern, jetzt AMS Coach. Kein Wunder, dass wir uns seitdem auch als Neigungsgruppe Pornographie bezeichnen. Bei uns geht es öfters um nix, gar nix. Sex wird überbewertet, vor allem wenn Mensch keinen hat. Beziehung scheint ähnlich, na ja, nicht ganz.

Wurscht, so sehr ich suder, die Nichtschmuserzone wird auch eingehalten, selbst wenn ich wieder in einer Beziehung bin."

Soviel aus dem März, heute morgen ist fm4 wirklich ganz groß:

12:26: Last Tango In Paris | Gotan Project
12:41: Dreams Are My Reality | Louie Austen
12:44: La Ritournelle (remix) | Sebastian Tellier

Samstag, 3. November 2007

20:09

man merkt, dass man länger nicht gebloggt hat, wenn man das passwort vergessen hat und es samstag abend ist an dem man zeit dafür findet nen eintrag in der digitalen welt zu hinterlassen. nur irgendwie ist in den letzten monaten doch ziemlich viel passiert, was wichtig war, zugleich hat uns alle wohl der sommer etwas beeinflusst. Da wird dem Blog nicht viel aufmerksamkeit geschenkt, dennoch habe ich zumindest immer ein wenig gelesen, was die nachbarn von sich geben um festzustellen, dass es dort nicht anders ist, mit dem sommer und so.
permanent nicht mehr schreiben kommt bei mir dann doch nicht in die tüte, also mal wieder ein abstecher und dieser eben jetzt, da krank.
genau, schon lange nicht mehr gewesen, aber diesmal so richtig und tataaaa, natürlich wenn ich als freier dienstnehmer "zeitausgleich" bekomme. sehr lieb, auch ein grund wieso ich den job so schnell wie möglich hinschmeissen muss, (zeitausgleich als freier dienstnehmer sic!)falls jemand nen job in nem buch-/plattenladen weiß, bitte ne mail an mich, danke.
ansonsten, bin ich ein bißchen verwirrt..

übrigens, californication - serie mit david duchovny - herrlichst, runterladen und feinste dialoge anhören, aber bitte im original - ups, das ich das mal sage.

Freitag, 20. Juli 2007

neulich im 13.

einen tag zuvor habe ich erstmals das Magazin gelesen, danach ist mir auf meinem Arbeitsweg das überdimensionale Schild wirklich aufgefallen und seitdem muss ich solche fotografieren. Gegessen habe ich diese Woche fast nur Salat.

Dienstag, 10. Juli 2007

kleinigkeiten

Sehr wenig Zeit, darum Bilder, demnächst wieder ausführlicher.

Neubaugasse..


Lentos, irgendwann Sommer 2006 - "Nomaden im Kunstsalon.."


Gumpendorfer Straße, Nähe Apollo Kino..

Montag, 14. Mai 2007

die üblichen Themen

Das Wochenende war ein Erfolg, na ja, zumindest der Freitag. Dieser Punsel Klub lief bestens, sehr viele bekannte Gesichter und alle in Feierlaune. Den Veranstaltern hat es allen gefallen, was in einem kollektiven Gedächtnisverlust endete und einem Samstag auf der Couch. Ich weiß, die Wochenenden ähneln sich, manchmal.

Es soll mir in nächster Zeit kein Mensch mit "Jugendliches Koma saufen ist so schlimm." oder so daher kommen, wir sind keinen Deut besser. Da erklärt Tarek Leitner sichtlich schockiert, dass 69% der 17-18 Jährigen 1x pro Woche Alkohol trinken und ich dachte mir nur: "Ja, und?"

Erklärung:

A: Weil ich mir gerade den Bauch voll geschlagen habe und mir schlecht ist.

B: Weil die Powerpräsentationen unsympathisch sind.

C: Weil ich die ZiB prinzipiell nur um 19.30 auf ORF1 schauen will.

D:Weil die Themen Koma saufen und Eurofighter aufgrund ihrer Langweile nur den Konsum von Alkoholika fördern.

E: Weil, da so ein Rad und China und umgefallen und..... 5 Euro ins Phrasenschwein

Ah ja, und beitragen soll ich.

Sehr geehrter Herr ....! Grüß Gott!

Die Kirchenbeitragsstelle xxxx hat uns aufgrund Ihres neuen Wohnsitzes Ihr Beitragskonto überstellt. Wir begrüßen Sie und stellen uns als Ihre zuständige Kirchenbeitragsstelle vor.

Einen herzlichen Gruß dürfen wir Ihnen auch von Ihrer neuen Wohnpfarre

Schottenfeld,.......,Wien... Tel. xxxxxxxxx

übermitteln; vielleicht haben Sie bereits mit ihr Kontakt aufgenommen. Wir laden Sie jedenfalls sehr herzlich ein, den Gottesdienst mitzufeiern und am Pfarrleben aktiv teilzunehmen.

Wir bemühen uns, den Kirchenbeitrag nach dem tatsächlichen Einkommen zu berechnen. Daher ersuchen wir Sie, bei der Festsetzung Ihres Kirchenbeitrages mitzuwirken und bitten Sie, die nachstehend angeführten Unterlagen (in Kopie) bis 10.06.2007 vorzulegen bzw. zu übermitteln:

- Unterlagen über Ihr Einkommen und

- allfällige äußergewöhnliche Belastungen

Bitte wenden Sie sich in allen Fragen des Kirchenbeitrages an uns, wir beraten Sie gerne - auch telefonisch.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Kirchenbeitragsstelle

Frechheit, ich hätte mir schon nen Begrüßungsbrief erwartet und erst zwei Wochen später die Aufforderung bezüglich meiner Finanzen..

Mittwoch, 9. Mai 2007

diese kleinen Brüder

Nachdem es vollbracht wurde und mein kleiner Bruder endgültig digitale Spuren auf meinem Blog hinterließ, bekommt er jetzt auch den ihm gebührenden Beitrag.

Roberte kenne ich eigentlich nicht so viele, aber besser Qualität statt Quantität. Einer der ersten Roberts ist ein sehr guter Freund von mir geworden, den ich dann irgendwann aus den Augen verloren habe. Wir waren wohl unzertrennlich bis Studium und eine Frau in sein Leben traten. Tja, der war mir um einiges voraus. Lange Beziehungen und.. ach, egal. Jedenfalls, irgendwann lernte ich nen weiteren Robert kennen, ist von einer guten Freundin der "kleine" Bruder und um diesen geht es hier eigentlich auch. Da ich keinen Bruder hatte bzw. habe, wurde er gleich zwangsadoptiert. Dieser jemand ist halt doch noch etwas größer und bärig, sprich mit ihm fortzugehen bedeutet, dass sicherlich keiner an meinem Schal zieht. Andererseits hat er ne Goschn, hui, da kann ich niemals mithalten, will ich auch manchmal nicht, weil vielleicht würde ich dann mehr als nur ne Watschn kassieren. Nein, nüchtern ist er ein kleiner Checker, nur leider faul wie nur irgendwas, das schaffe nicht mal ich. Ärgerlich dabei ist, dass er etwas nur mal kurz durchlesen muss und es eh schon checkt bzw. hat er ein unglaubliches Menschen- und Namensgedächtnis. Wenn ich irgendwann mal ne Firma gründe dann wäre er wohl mein Partner, falls er die Zeit hätte. Tja, selten so nen sozial intelligenten Menschen gesehen, der halt hin und wieder ordentlich rebellieren muss, damit ned alle kapieren, dass er ein Guter ist.

Ansonsten, freitags wird gepunselt, also ordentlich gefeiert, weil ein alter Freund auf Besuch ist und mein Kufsteiner Freundeskreis, der mittlerweile fast vollzählig in Wien lebt, den Punsel Klub nach Wien bringt. Hoffentlich wird sich das institutionalisieren und vielleicht wird der nächste Flyer eine Wiedergutmachung für den jetzigen, der doch zu sexistisch ist, wie uns vorgeworfen wurde. Obwohl, ich weiß ned ob das sehr interessant ist, wenn 5 Kerle, nass im Trikot und Short auf nem Spielfeld stehen.

Übrigens, feinsten schrägen Scheiß entdeckt...

Sonntag, 29. April 2007

von Fair zu Aua

Freitagnachmittag durfte ich mal wieder zu meinem Glück, etwas gratis besuchen - eine Kunstmesse namens ViennaFair. Jährlich findet das nun schon statt mit dem Fokus Osteuropa. Läuft dann folgendermaßen ab: große Halle, viele weiße Stellwände, massig Galerien und überall hängt, steht oder schwebt Kunst und noch mehr Leute beäugen diese. Die Positionen aus Serbien blieben mir am deutlichsten im Kopf, aber das hat wohl nicht nur mit der Qualität der Exponate zu tun, dass weiß jeder der diesen Blog schon länger liest.
Jedenfalls, danke an den Freund C. für die Freikarten. Lustigerweise hatte niemand von meinen Kumpels und Freundinnen Zeit um mich zu begleiten, somit freute ich mich auf ein, zwei Stunden alleine, denn gewisse Dinge sind alleine am besten zu genießen. tja, aber es kam anders und das war gut so. Eine gemeinsame Freundin von Herrn C. und mir, tauchte auf und wir zogen ein wenig durch die großen Hallen (war zwar nur eine, aber Mehrzahl ist ästhetischer). Schlussendlich doch schon sehr früh etwas müde, sprachen wir bei nem Kaffee mal wieder über die Neuordnung der Welt. Nein, nicht wie pinky und brain, eher der strategische Teil, das operative wird immer ihre Sache bleiben. Gemeinsam ist uns wohl, dass wir scheitern, vorläufig... vielleicht sollten wir mal über eine Allianz nachdenken.
Wurscht, abends dann in so nem halb elitären Club der AUA gewesen um ein wenig zu feiern. Ganz ehrlich, manchmal muss ich mir dieses Leben ansehen, bin einfach zu neugierig, schnuppere mal rein, um mich dann wieder Tage über Koks, Arroganz, Parfüm, schlechte Musik, Oberflächlichkeit etc. aufzuregen. Das Gute daran, mensch schätzt die eigene Umgebung wieder umso mehr. Und Samstag, ha, vergesst es, nach einem Tag weggehen, brauche ich fast zwei Ruhe.

Mittwoch, 25. April 2007

neulich in der U3

Lange nicht mehr hier gewesen, immer nur Voyeur bei den üblichen Verdächtigen, aber irgendwie war nie die Zeit für nen Eintrag. Sogar das kleine Schwarze wurde keines Blickes gewürdigt.

Heute ein wenig früher von der Arbeit nach Hause, wie üblich per U3. Derzeit freue ich mich immer auf diese Fahrten, weil ich mich dann immer in meinem Buch vertiefen kann. Die üblichen Umgebungsgeräusche: "ja, ich bin gleich da" etc. werden problemlos überhört. Doch Kleinkinder haben einfach die Gabe, und diese Hartnäckigkeit bewundere ich, hemmungslos herumzuschreien, wenn ihnen z.B. jemand nicht den Rucksack geben will. Die Mutter schaute schon etwas verlegen herum, eine Frau sprang mit dem gut gemeinten Satz: "das ist die Trotzphase" ein und ich versuchte mich weiter zu konzentrieren, weil hey, gegen ein 2 1/2 jähriges, welches weint, zappelt und herumschreit, kommt nicht mal die Beschreibung über die Pornografisierung unserer Gesellschaft an. Langsam, aber doch exponential ansteigend, verspürte ich ein wenig Wut in mir. Nur diesmal ging das nen anderen Weg, mein Unterbewusstsein erinnerte sich und mir kam "Anleitung zum Unglücklichsein" in den Sinn. Auf die Kleine kann ich wohl kaum sauer sein, denn die befindet sich in ihrem Universum und ich mich in dem ihrem wohl noch so 3 Stationen. Weiterhin ob des Lärms zu verfluchen, wieso ich ausgerechnet hier rein musste, ist mehr als irrelevant. Und um hier einen schrulligen Verwandten zu zitieren "Sei dem wie dem sei", genau, ich machte mir keinen Kopf, dachte an nen Ort in Frankreich und vertiefte mich in mein Buch. Inzwischen hatte sich ein sehr gepflegter Herr mir gegenüber gesessen, der schon nach gefühlten 10 Sekunden das typische Stöhnen eines gestressten Menschen von sich gab, der lieber gleich sudert, als nachdenkt.

Die Kleine schrie weiterhin, woraufhin der Herr dann nach gefühlten 20 Sekunden meinte: "Das ist eine Frechheit. Das Kind soll aufhören zu schreien." Ich überlegte mir ob ich diesen Kommentar mal wieder überhören sollte. "Waren sie nicht auch mal klein?" hörte ich mich dann sagen und war etwas verblüfft. Klar, nicht gerade ein HaiKu als Kontra, anscheinend bin ich nur besoffen treffend, was aber auch in einer Watschen enden kann. Trotzdem, war froh etwas gesagt zu haben, auch seine Antwort: "Aber die Eltern..." nahm ich nicht mehr wahr.

Während des Tippens wurde ich 4x unterbrochen, das reicht - ich muss los, denn bald, bald wird AJ5 Wien beehren und dafür müssen Vorbereitungen getroffen werden.

Samstag, 24. März 2007

Rhythmus und wirr

Wochenende, Zeit zum ausschlafen, Zeit für viele Dinge die ich unter der Woche nicht in Angriff nehmen kann, wie z.B. nachmittags 1 Stunde Scrubs schauen, hehe. Problematisch dabei ist die Umstellung meiner Inneren Uhr, wenn mich nicht alles täuscht bin ich nach der gestrigen Nacht um 6 Uhr morgens ins Bett gefallen, allerdings nicht gepaart mit lange ausschlafen, denn, ja, was wohl, um 10.30 ging nix mehr mit.
Und bevor ich mich noch deppat herum räkle, lese ich endlich mal wieder Blogs von mir umgebenden Menschen, davor sehe ich meine Mails durch und erfahre etwas von nem weiteren Slam am Mittwoch im Rhiz. Diese Ankündigung machte mir einerseits Freude und gleichzeitig wuchs mein Respekt. Da reisen irgendwelche Profis an, hui.. Übrigens hui habe ich schon vor dieser dämlichen Mobilfunkwerbung verwendet.. ultra-einfaches, waaah.
Ultra, das klingt für mich im Sprachgebrauch übertrieben.
Allerdings hat dieses unsympathische Wort mir auch schon gutes getan. Als ich in Berlin wohnung suchte, und zig Inserate online durchsah, blieb ich bei "Unsympathischer Mitbewohner ..." hängen. Mit dem Mensch dahinter zog ich auch zusammen, allerdings stellte sich dann heraus, dass ich mich - wie mir schon öfters passiert - verlesen hatte. Beim Quasseln kommen wir auf das Inserat zu sprechen und er meinte, wieso ich eigentlich noch immer von dem Inserat spreche und mich darüber amüsiere, denn es steht ja "Ultra-sympathischer Mitbewohner ..."
Gut, wenn ich das genauer gelesen hätte, dann wäre es wohl nicht so interessant gewesen und mein Einzug gefährdet, nun aber mal zurück zum Thema.
Ja, ausschlafen geht nimmer so einfach, vielleicht etwas besser wenn in meiner neuen Wohnung das Hochbett ordentlich fixiert ist, sprich nimmer wackelt wenn ich mich umdrehe. Aber alleine daran liegt es ja nicht, eben Rhythmus. Ah ja, neue Wohnung, bin umgezogen, wohne weiterhin im 7. und ob ich dadurch Spezialist bin, überlasse ich mal anderen.. "7. - der Prenzlauer Berg von Wien" hat gestern jemand gesagt, genau, das trifft es. Mit dem Unterschied, dass lt. wiki alle Gewinner des Internetbooms sind und der Falter schrieb vor ewiger Zeit folgendes darüber.
Eigentlich eher nebenher interessant, viel schöner ist, dass ich zentral wohne, viel per pedes erreichbar ist und ich glücklicherweise sehr wenig Miete zahle, allerdings auch mal wieder befristet. Danach kann ich maximal ins kleinere 8m² Zimmer übersiedeln, nö, eher lest ihr "Unsympathischer MitbewohnerIN ..." Meine Mitbewohnerin ist ne Gute, jeder kocht mehr, damit der andere auch mal mitschnabbulieren kann und sonst gibt es vielleicht ein kleines Kommunikationsproblem von wegen Sender und Empfänger. An manchen Abenden bin ich nur Empfänger, aber es gibt Schlimmeres. Und primär fühle ich mich hier wohl, somit, wurscht.
Gestern hatte eine Freundin ihre Geburtstagfeier - feine Sache - auf welcher ich dann zufällig eine Nachbarin traf, die mir liebenswerter Weise später Geld borgte, als der Bankomat sich mit der Information: "I - going to sleep" verabschiedete. Die Bankomatkarte wurde eingezogen. Die Karte, welche ich erst zwei Tage zuvor neu erhalten hatte, weil das alte Dinge Geld abheben bestreikte, gleichzeitig aber dem zahlen mit Karte + Code sehr offen gegenüber stand. Jedenfalls, die Nachbarin hat so ein DIAL Trash Zeugs auf ihrer Seite stehen und folgendes ist mein Ergebnis bezüglich der Telefonnummer:

Your Total is 2

Your telephone number adds to 2. Romantic, good for singles seeking a partner. Sensitive, diplomatic, and tactful, this number inspires cooperation. A good number for any service oriented business. Not good for strong, opinionated people or sales oriented businesses.

haha, ich will mehr von dem Internet-Trash, da wäre doch noch die Adresse:

Your Total is 8

This address inspires stability, ambition, financial growth, authority and uncompromising drive. This is the ideal location for a single adult or a family with material comfort as a high priority. Status quo and conventional lifestyles. The 8 also inspires strength of character and tends to improve the health of those who live there (strengthens the body). The best possible address for career or business oriented people. Also good for large families.

Strengthen the positive influence of this address with: Strong colors, especially greens and browns. Big furniture; big couches, chairs, side tables, etc. Large windows, open spaces, fire place.

Ah ja, verdammt es ist so, entweder Single oder Familie. Das Leben ist schwarz-weiß und Grautöne gibt es eben nicht....

Wurscht, viel wichtiger ist, wo schaue ich mir heute Nachmittag Scrubs an?
Der Fernseher hier empfängt diesen Sender nicht, waaah.

Samstag, 10. März 2007

einfach mal nicht diskutieren

gut, es ist verdammt spät, meine zahnbürste fühlt sich nur noch kurze zeit wohl in meinem mund und ich bin verdammt sauer. Nicht nur wegen der Erlebnisse heute abend, aber ich werde mich doch nur um diese hier kümmern, obwohl andere wichtiger wären.
Bin weggegangen mit Freunden, zuerst Wirr - ein bißchen getrunken, dann ins Badeschiff um weitere Kumpels zu treffen. Nach einer Zeit war es fad, ich holte mir im Badeschiff meine Jacke, ging nochmal in den Keller (Tanzfläche+Bar), um mich von allen zu verabschieden. Als ich an der Bar vorbeilaufe, zieht jemand an meinem Schal ( der ist orange-gelb, huhu, keine typische Männnerfarbe), dann drehe ich mich um, sehe niemand Verdächtigen, gehe weiter und dasselbe passiert. Diesmal erkenne ich den Typ, drehe mich zuerst weg und bin schon etwas sauer, frage ihn wieso er mir die Luft abdreht.
Antwort: Na was, das ist ja ned so schlimm gewesenn. Moi: Sorry, aber das war ned angenehm. Der Herr: Ah geh mit Deinem schwulen Schal, bist woh schwul, ha? Auf diese qualifiziert Antwort kam, ein: Na klar, was denkst du denn? Er: Und jetzt willst mit Deinem Schal alle pduern? Moi: Nein, dich ned. Er: Wieso? Moi: weil du so schiach bist, dass ich dich nie pudern würde.
Klar, ein Fehler ihm deppat kontra zu geben, aber ich konnte nicht mehr anders.
Das Resultat war eine ordentlich Watschn ins Gesicht, die ich so nicht erwartet habe. Dann bin ich weggegangen, weil ich nicht noch mehr Stress wollte, dreh ihm den Rücken zu, schau kurz zurück und krieg nochmal eine woraufhin mich der Türsteher mich nach vorne eskortiert mit einer Gnackwatschn von dem Herrn.

Da war ich dann sehr sauer, der Herr durfte weiter da drinnen bleiben, als ich ihn wieder vor dem Klo traf und ihn fragte was das soll, meinte er nur: Wieso nicht? moi: aha, super, sag mir wenigstens was Deine Motivation dahinter war. Der Herr: pff, hast dich ja nicht gewehrt also eh wurscht. Moi: Bitte??? Der Herr: Ah, es gstudierten deppn. Moi: Wir haben ned studiert, was ist Dein Problem, wieso schlägst mich? Er: Hättest halt drauf reagiert. Moi: Sorry, aber da bin ich ned so wie Du und schlage einfach zurück. Er: Selber schuld. Moi: Sollen wir etwa auf Auge um Auge und .... machen? Er: ...

Das Gespräch wurde beendet, weil ein Kumpel von ihm ihn wegzog und meine standen ob der Diskussion nur noch fassungslos da.

"Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte."

Donnerstag, 1. März 2007

poetry slam

Wieder mal vor ort im rhiz gewesen, extem voll, glücklicherweise einen sitzplatz für e.,c. und mich ergattert. Leider musste E. das Opferlamm spielen, also eröffnung ohne bewertung, konnte also von Anfang an nicht ins Finale kommen, aber ihr Text war sehr gut. C. meinte, dass sie das nächste mal auch dabei sei, tja, ich muss wohl auch, mal sehen ob ich da etwas hinkriege.

Wenn ich heute irgendwas vortragen wollte, wäre es wohl nur der Text von It´s all over now, baby blue in der interpretation von Van Morrison gewesen. Einfach mal runterziehen, alles vergessen und anhören.

Van Morrison
It's All Over Now Baby Blue

You must leave now take what you need
You think will last
But whatever you wish to keep you better grab it fast

Yonder stands your orphan with his gun
Crying like a fire in the sun
Look out baby, the saints are comin' through
And it's all over now baby blue

The highway is for gamblers better use your sense
Take what you have gathered from coincidence
The empty handed painter from your streets
Is drawing crazy patterns on your sheets
The sky too is fallin in over you- ooo
And it's all over now baby blue

[Instrumental]

Leave your stepping stones behind
There's something that calls for you
Forget the debt you left that will not follow you

Your lover who has just walked through the door
Has taken all his blankets from the floor
The carpet too is foldin' over you
And it's all over now baby blue

Well strike another match, yeah, go start a-new
Go start a-new
'Cause it's all over now baby blue
Hey, hey, yeah
It's all over, it's all over now baby blue
It's all over, it's all over now oh yeah
FADES
It's all over now, it's all over now baby blue



Gänsehaut.


Sonntag, 25. Februar 2007

Unzufriedener Sonntag

Herr M.P. und ich sind bei einem Kaffee zur Wortkreation bezüglich des heutigen Tages gekommen. Über die Gründe von meinem Freund wird hier geschwiegen, aber meine sind knapp zusammenfassbar in Kater, Reisemüdigkeit und Sonntag.

Reisemüdigkeit, weil Freitags nach Vorarlberg gefahren um meine Nichte Samstags zu sehen, die wirklich ein süßer Knopf ist, leider auch Samstags wieder retour.
Wieso keine Verschnaufpause bis Sonntag? Tja, billiges Ticket von der lieben ÖBB ergattert - € 11, gültig SA 0-24, 2. Klasse, Mi-Fr zu buchen. Schöne Aktion, das freut.
Etwas überdreht in Wien angekommen und dann noch deppat fortgegangenn bis irgendwann Sonntag früh bei zuviel Alkohol, nein, ned clever.

Kater, weil.. genau, das muss wohl nicht erläutert werden.

Sonntag, weil ich mir langsam klar werde, dass hier alle meine Kumpels einen auf Freundin-Tag machen, das depremiert manchmal ein wenig. Schön, wenn dann M.P. trotzdem Zeit für nen Kaffee hat, um mit mir zu sudern (seine Freundin musste arbeiten :).

Wir haben unser Gespräch mit einem Spaziergang an der frischen Luft beendet und sind dabei sehr positiv auseinander gegangen hinsichtlich der nächsten Sonntage und dem Leben im Allgemeinen ;)

Mittwoch, 21. Februar 2007

Das große Fressen

Es gibt Dinge auf die mensch manchmal nen Heißhunger entwickelt und das mit einer Intensität, die mir doch etwas komsich vorkommt. Letztens hat ein Kumpel - als ich ihm vom Shebeen erzählte - nur beiläufig erwähnt, dass es dort lt. einem Arbeitskollegen "die besten Burger von Wien gibt". Sehr gut sind sie jedenfalls, da schon öfters probiert. Und keine Ahnung welche Assoziationen mich heute gegen 10 Uhr vormittags durchfuhren, als ich beschloss zu Mittag Kaiserschmarren in der "Werksküche" - häßliches Wort, kein gutes Happi- zu essen, da mir abends ein Besuch diesem verrauchten Shebeen vorschwebte. Liegt im 7. auf der Lerchenfelder, Nähe Strozzigasse und Pfeilheim und besticht durch Live Übertragungen der Premiere League, sowie Champions League. Vor 5,6 Jahren war ich da sehr oft anzutreffen, jedenfalls, hat sich die Einrichtung nicht verändert und die Burger sind noch immer lecker wie eh und je. Das Bier ist 1a, mensch bestelle ein House Beer und wird sich des guten Geschmacks und niedrigen Preis bewusst. Sonst ist das Lokal ned so billig, aber was solls. Heute war eben Burger Tag. Und er war verdammt gut, aber ich habe mich mal wieder überfressen - mir ist nun doch etwas schlecht. Typisch, wie ein kleines Kind, das passiert mir jedes Mal, aber was solls, ist ja nicht täglich.
Ist fast so wie mit Eis und dem Schädelweh ...
Und Ihr, welche Speisen führen bei euch zu Unwohlsein?



ps: "This Atom Heart of ours" von Naked Lunch klingt fein.

Sonntag, 18. Februar 2007

Lina

Nachts gegen 3 - von gestern auf heute - hat sich das kleine Ding dann doch entschieden mal ein wenig Licht an sich heranzulassen und seine Eltern aus der Nähe zu betrachten.

Lina heißt der Zuwachs in unserer Familie, ist 52 cm groß, 3,8kg schwer und soll pumperlgsund sein. Meiner Schwester geht es nach 10 Stunden Wehen auch sehr gut, war sehr tapfer - dieser alte Dickschädel - und mein Schwager hat sie ordentlich unterstützt. Jetzt liegt da irgendwo in Vorarlberg ein kleines Baby und die Familien S. und W. titulieren sich bereits neu (meine Mutter nannte mich am Telefon bereits 5-8x Onkel). Gegenüber anders lautender Voraussagen (O-Ton meiner Schwester: "i hons gfühl es würd an buab", spitzer Bauch etc., etc..) ist es ein Mädchen geworden und das ist sehr schön so.

Hmm, was schenkt man Mädchen zum Geburtstag, was redet man mit kleinen Mädchen, werde ich ein guter Onkel sein, werde ich mit ihr Puppen oder/und Fußball spielen, wird sie hoffentlich die Kerle veräppeln? Spannend, sehr spannend.

PS: Und ich habe mir gleich ausgerechnet, dass wenn Lina 18 ist, ich bereits 45 bin, puh, na ja - drauf gegackst, wir werden die Bühne Welt rocken, egal in welchem Alter und wo.


Mittwoch, 14. Februar 2007

Hänschen klein ging allein...

also, da war doch noch etwas mit dem Stock.
vorerst kurz etwas anderes, ab April könnte ich wohl als Coach anfangen, das schräge Assesment Center scheint gut gelaufen zu sein. Yes, tat meinem Selbstbewußtsein sehr gut und mal sehen was die Zukunft bringt.

Stöckchen jetzt mal, wollte ja schon in der Arbeit dran schreiben, wäre aber wohl zu auffällig. und sechs stück zusammen bringen, mal überlegen, mir geht es da wohl ähnlich wie Frau Samoa.

Zahlen
Keine Ahnung wann das anfing, aber irgendwann dachte ich mir in Gedanken solche tollen Spiele aus, die immer auf Zahlen ausgelegt waren. Keine Rechenaufgaben, nee, ich mag Mathe ned sonderlich. Eher so etwas wie folgendes:
z.b. wenn du über den Zebrastreifen nur 8 Schritte benötigst, dann schaffst die Matheschularbeit, wenn ich während des inneren Zählens beim kreuzen mit der Brücke genau bei der Zahl 5 ankomme, dann ist das Mädl aus meiner Klasse auch in mich verliebt.. etc., etc. in allen Varianten gab es das.

Augen
Freunde von mir nennen es "Das fade Auge". Eine Zeit lange, jetzt fällt es anderen und mir zumindest nicht mehr auf, ist mir bei stärkerem Alkoholgenuss immer mein linkes Auge halb zu gefallen, wobei das rechte Augen vollkommen geöffnet durch die Gegend schaute. Wieso auch immer, jedenfalls war ich manchmal zu später Stunde die Marktattraktion bzw. alle erkannten meinen übermässigen Alkoholkonsum spätestens beim Blick in die Augen. humphrey bogart hätte ich mehr als konkurrenz gemacht á la "Schau mir in...", na ja, wohl eher Karl Dall.

Honig
Ach ja, da war ich anscheinend gerade mal fünf Jahre alt und keinen Meter groß. Meine Schwestern und ich sassen am Küchentisch, plötzlich sei ich vom Tisch aufgestanden, zur Brotlade hin, das volle Glas Honig raus und über mich drüber geleert. Meine Geschwister lachten, ich grinste und bin schnell Richtung Dusche gehuscht da es doch etwas klebriger erschien als ich annahm.

Tor
Fußball habe ich relativ lange gespielt, angefangen als Tormann, aber dann eigentlich gleich aufs Feld verfrachtet um zu verteidigen. In der Halle kehrte ich aber immer wieder ins Tor zurück, da ich technisch nicht gerade ein Wunderwuzzi war, dort sprachen eher meine Reflexe für mich. Während einer Hallensaison verdrängte ich unseren ersten Torwart und durfte in der besseren Nachwuchsmannschaft von Rankweil dieses Viereck hüten. Hallenturnier in Wolfurt, keinen Gegentreffer bis zum Finale erhalten und grandios pariert. Da kassierte ich im Finale nach einer Minute so nen dämlichen Treffer, weil ich falsch antizipierte und wir wurden Zweiter aufgrund dieses einzigen Tors. An das kann ich mich jetzt noch viel zu gut erinnern, auch wenn ich beim nächsten Turnier vom Vorarlberger Auswahltrainer auf meine hervorragenden Leistungen in Wolfurt angesprochen wurde, brr.

Fernsehen
Wir hatten zu Hause bis zu meiner Matura kein Kabel oder nen SAT, da ich doch etwas süchtig nach dem Stoff war. Geschweige denn durfte ich Knight Rider oder Mac Gyver anschauen. Meine Fresse war das ne harte Zeit als die ersten MacGyver Folgen rauskamen und alle in der Volksschule von dem Leatherman in Menschenformat sprachen. Und deshalb wurde ich bei meinen Nachbarn Stammgast, hatte sogar meinen eigenen Platz im Wohnzimmer und am Samstag Abend gab es auch noch leckere Funny frisch Chips. Die gab es damals nur im Bayer Diskont, das waren die Besten, mittlerweile haben sie die Geschmacksrichtung verändert, da bin ich mir sicher. Nachgespielt haben wir aber witzigerweise Knight Rider oder Mac Gyver nie, eher Wrestling und das auch nicht lange, nachdem einer mal mit Nasen bluten nach Hause rannte.

Fliegen
Kleine Vorgeschichte, mich hat der freie Fall und der Absprung schon immer fasziniert. Ein ziemliches Verlangen nach diesem schreibe ich mir zu :) Selbst jetzt muss ich noch, wenn ich irgendwo schwimmen gehe und nen Baum, ein Sprungbrett, ne Absprungmöglichkeit sehe, mindestens 1x rauf&runter. Da fliegen bzw. der Sturzflug für mich als Mensch etwas schwierig inkl. Überleben ist, habe ich mir zum Geburtstag nen Fallschirmsprung gewünscht. Sogar erhalten und später gesprungen, nur kurz davor als ich mich in den Anzug gezwängt habe, hatte ich mal für ein paar sekunden Angst, aber mein Tandemmaster Heinz konnte die mit einem blöden Spruch vertreiben. Der Sprung war famos, so ziemlich etwas vom Schönsten was ich je erlebt habe um es komplett schmalzig auszudrücken. Kurios dabei ist, dass ich davor nie Probleme hatte zu fliegen, aber seitdem Flugangst besitze, obwohl es mir nix ausmachen würde, wenn das Flugzeug abstürzt und ich raus springen muss..


Lange hat das gedauert, deshalb will ich das Stöcken weiter geben und nun etwas von Julia (in den Comments geht das), diana (wirst zum 2. Mal aufgefordert), erinaceus, lizi und gerne vom Herrn Kevin lesen.

Mittwoch, 7. Februar 2007

Clavier, Kover und anderes

Das eine und das andere sind Kleinigkeiten, die mich immer wieder zu nem kleinen melancholisch fröhlichen Flo machen.
Wieso es gerade das Klavier ist, keine Ahnung. Rein psychologisch lässt sich das nicht ganz erklären. Vielleicht erinnert es mich an zu Hause, als mein Vater uns am Sonntagmorgen mit schrecklichen Stückln am Klavier quälte und es dennoch ganz wichtig für meine musikalische Entwicklung wurde. Also eigentlich für mein Hören, denn spielen kann ich kein Instrument und darum beneide ich alle Musiker, sei es Amateur, Profi oder weiß gott noch was. Wieso ich nicht? Ich sag nur Blockflöte in der Volksschule. Aber irgendwann, dann..
Doch jetzt mal zurück, denn sobald ich in einem Song ein Klavier höre, wird er automatisch interessant (sei es noch so ein Dreck) und ich höre genauer zu, schwelge in Erinnerungen, neheme schöne Momente wahr und fühle mich sehr wohl. Vielleicht denke ich einfach, dass mein Vater am Klavier sitzt und endlich mal was anderes spielt, hehe. Nein, da gibt es so Klassiker, die ich jetzt mal zu einer Liste zusammenfasse. Übrigens Liste, da gibt es doch wieder solche kleinen Bücher, die man in der Volksschule hatte und allen Freunden zum "hobbies eintragen etc." gibt - wie heißen die?

Angefangen hat es wohl mit Imagine von dem Lennon John und doch sicherlich sehr viel Beatles, da diese Apfel Platte so ziemlich das erste Dinge war, welches ich vom Plattenteller hörte. (Notiz: wenn nächstes Mal zu Hause - Platte klauen!)
Chronologisch lässt sich das bis heute wohl eh nicht ordnen, darum Brainstorming:

R.E.M - At my most beautiful
Wolfman feat. Pete Doherty - For Lovers
Branka Parlic - Metamorphisis (Philip Glass)
Claude Debussy - Clair de lune
The Streets - Could well be in
Mia - Was es ist
Tori Amos - A Sorta Fairytale
Lou Reed - A perfect Day
und, und, und..

Meine Fresse, ich könnte das noch ewig fortsetzen. Dabei ist auffallend, dass einige von den Leutchens mich sonst Nüsse interessieren. Eines meiner liebsten Klavierliedchens ist Take me out gecovert von den Scissor Sister (live at BBC Radio One Studios) welches mir auch meinen Übergang rettet.
Denn einen Song zu covern ist, ja, was eigentlich? Mir eher egal, diese Diskussion um was Musiker darf und nicht, die langweilt mich, so lange ein Lied nicht verschandelt wird. Haha, schlecht argumentiert und bedarf weiterer Diskussion, gerne bei einem Bier am Wochenende. Mir schwirrt zur Zeit immer von Van Morrison - It´s ain´t over, baby blue (Original wohl von Bob Dylan) im Kopf herum. Klar, nicht von ihm geschrieben, trotzdem es hat mich heute auf eine schöne Art nachdenklich gestimmt, die immer Klavierunterstützung braucht. Und, Herr Dylan liebt seine Akustikgitarre am liebsten ohne.
Und, ich bitte um Ergänzung meiner Liste, danke.

ha, morgen mal wieder Vorstellungsgespräch. Dabei solle ich 5 Min über mich reden, haben die nen Knall? was wollen die hören? Ok, ich kann 5 Minuten über mein einziges Kopfballtor meiner Karriere quasseln oder wie ich eine bestimmte Szene bei "Fänger im Roggen" unglaublich finde oder das gerade ich Tom und Jerry Folgen runtersauge ... Na ja, wird schon werden, mir fällt da hoffentlich was ein :)

Montag, 5. Februar 2007

1. Feierabend 2007

Irgendwie schon ein gutes Gefühl nach Hause zu kommen und wissen das man etwas gearbeitet hat. Das was und wie wird ned erörtert, weil langweilig, aber ich weiß, dass ich ohne schlechtes Gewissen später einpenne und mir entspannt nun nen gemütlichen Abend machen werde.

und anbei, der Junge ist grandios.

Kitchen Diaries

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Donnerstag, 1. Februar 2007

Doppelt gemoppelt

Heute früh noch ein paar Sätze zu Stande gebracht, aber mehr war nicht mehr drinnen, da sooooo müde :) Somit Premiere, 2 postings an einem Tag, dafür kürzer als so mancher Einzeleintrag.

Die schlechten Nachrichten zuerst, war mal wieder bei der Zahnärztin und diesmal tat es weh. Irgendwie funktioniert das noch nicht ganz mit dem Augen zu machen, an etwas Schönes denken und der Schmerz ist weg. Hehe, na ja, hab es trotzdem überstanden und kann die Fr. Dr. nur weiter empfehlen. Meinen alten Zahnarzt verfluche ich bereits.

Die gute Nachricht ist, dass ich für zwei Monate nen Job habe. Das Vorstellungsgespräch gestern war kein richtiges und wir uns schnell einig. Ab Montag heißt es also wieder früh aufstehen. Bin sehr froh wieder zu arbeiten, vor allem brauche ich die Kohle. Der Job ist nicht anspruchsvoll, aber gut, vielleicht ein Einstieg, aber vor allem ein Anfang. Juhu!
übrigens, im Eingangsbereich dieser kleinen Firma hängt ein Werk von Peter Kogler, na, klingelt es? Der Herr Künstler hat sich u.a. mal mit dem pool im Alten Hallenbad beschäftigt. Vielleicht haben die ja irgendwas mit Kultur am Hut und brauchen einen der hin und wieder deppat redt.

Danach bin ich noch ins Kleine Café mit nem anderen Herrn C., später in den Stadtpark gesessen um zu lesen, als Ingo anrief und nen Kaffee am Naschmarkt vorschlug. Im Deli sind wir draußen bei strahlendem Sonnenschein herumgelenzt und ich hatte die ganze Zeit ein blödes Grinsen im Gesicht. Erstens, weil Job. Zweitens, weil feines Gespräch. Drittens, weil Sonne im Gesicht. Viertens, weil so viele interessante und hübsche Mädchen dort vorbei gehen oder sitzen. Aber ich weiß ned ob irgendeine von ihnen Geigerin, Drummerin oder Gitarristin ist. Egal, schön war es trotzdem.

mais oui

Natürlich, alles in allem, ein überaus gelungener abend.
Im Rhiz fand ein poetry slam statt, welcher vom niveau her nur gut war. Madame E. hat auch feinstens gelesen, kein Wunder, dass sie diverse Einladungen kassierte.
Tanzbar war das chelsea nicht, das flex viel eher, bien.

Dienstag, 30. Januar 2007

Ode an die Russen



Wir sind hier zwar in keiner Radio- oder Fernsehshow, doch nachdem ich gestern erfahren habe, dass Fr. J. aus Berlin gelegentlich mitliest, Gruß an dieser Stelle und nicht von Westerwelle.
Ha, der war so schlecht und nur für Fr. J., denn sie hasst meine absichtlich schlechten Witze, ansonsten verstehen wir uns prächtig. Ob Kufstein, Varese, Wien oder Berlin, wir haben schon überall deppat gredt. Aber am liebsten doch im Café Gorki am Weinbergweg 25.
Das vermisse ich - neben meinen Freunden aus Berlin - sehr. Als ich vor drei Jahren zum ersten Mal dort war, hat es mich nie mehr losgelassen. Diese alten Tapeten, alle Möbel aus nem Second Hand Laden, eine Leseecke, die ich entdeckt und anfangs gepachtet hatte, langsame Bedienung und feiner Tee. Ok, ich habe auch, als ich nach Berlin für´s Praktikum gezogen war, keine 100 m entfernt gewohnt. Verändert hat sich das eigentlich nie, bis auf eine Kleinigkeit. Vor drei Jahren war auch noch ein kleiner Lenin auf nem Plattenspieler in einer Vitrine versteckt, das sah dann wie oben ersichtlich aus. Ne runde Sache, dieses Café, vor allem wenn der Besitzer mal mit seinen Leuten anfing Wodka und Bier zu trinken, dann war schon etwas los, was aber sehr selten vorkam, im Ernst. Und, sonntags gibt es ein 1a Frühstücksbuffet bis 16 Uhr, zwar für Berliner Verhältnisse recht teuer (€8), aber sehr lecker und mit großer Auswahl.

Was ich mich aber bis jetzt noch frage: Wo ist Lenin hin?